QUO VADIS – der Mittelstand auf dem Weg in die Zukunft

Wir leben in einer Zeit, in der sich zum Teil dramatische Wandlungen vollziehen. Gleichzeitig nimmt sowohl die Geschwindigkeit als auch die Komplexität dieser Veränderungen rapide zu. Ehemalige Schwellenländer wandeln sich in atemberaubender Geschwindigkeit zu neuen Industrienationen und beanspruchen ihren eigenen Platz innerhalb der Weltwirtschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Zukunft der Unternehmen aussehen wird.

Das Unternehmen von Morgen
Unternehmen müssen sich ihren Umweltbedingungen anpassen, möglichst schnell und effizient – doch wie sehen die Umweltbedingungen für die Unternehmen in der nahen Zukunft aus? Die sich neu entwickelnden Industrienationen, die nach wie vor auf ein Heer an billigen Arbeitskräften im eigenen Land zugreifen können, drängen mit eigenen Produkten und einer aggressiven Preispolitik auf die Weltmärkte. Dadurch wird der Kampf um Marktanteile noch ein wenig härter werden; zumal China und Indien ja nicht lange die einzigen neuen Protagonisten der Weltwirtschaft bleiben werden.

Die Virtualisierung von Unternehmen
Dies wird nach und nach zur Ausbildung virtueller Organisationen führen, bei der im Extrem das eigentliche Kernunternehmen nur noch Ideen, Warenzeichen und/oder Patente verwaltet. Ein kleiner Kreis von festen Führungskräften organisiert und koordiniert die Zusammenarbeit mit rechtlich eigenständigen Unternehmen, die sich in einer speziellen Konfiguration womöglich nur für eine einzige Produktlinie oder eine begrenzte Zeit zusammenfinden.

Wer jetzt glaubt, die Virtualisierung von Unternehmen sei Zukunftsmusik oder gehöre gar in den Bereich der Science Fiction, auf den wartet eine Überraschung. Tatsächlich sind virtuelle Organisationsformen längst schon Alltag. Ein Beispiel ist etwa die Automarke Smart, die Mercedes Benz praktisch ohne eigenen finanziellen Aufwand über ein Konsortium aus Firmen, Banken, Zulieferbetrieben, Spediteuren und Franchisenehmern produzieren und vertreiben lässt. Ähnlich verhält es sich mit der Marke Red Bull. Die in Österreich ansässige Red Bull GmbH verfügt selbst über keine Produktionsstätten und lässt sowohl Getränk wie Verpackungsmaterial bei Kooperationspartnern in Österreich und der Schweiz herstellen.

Auch für den Umbau der Unternehmen, insbesondere die Spin-off-Gründungen in Ländern mit einer günstigeren Personal- und Produktionskostenstruktur werden zunehmen Interim Manager nachgefragt werden, die neben den für den Aufbau eines Unternehmens erforderlichen Fähigkeiten vor allem Erfahrung in der Kultur und Mentalität des jeweiligen Landes haben.

Das Management von Morgen
Aber auch das Management steht vor neuen Herausforderungen. Immer mehr Führungskräfte beklagen schon heute, dass die herkömmlichen auf Steuerung und Regelung basierenden Managementmethoden kaum noch greifen. Grund dafür ist vor allem die zunehmende Komplexität, der sich Manager bei ihren Entscheidungen gegenübersehen.

Das Mantra für das Management von Morgen lautet Selbstorganisation und Vernetzung – nach Ansicht führender Wissenschaftler und Managementexperten die einzige Chance, um mit schrittweisen und wechselseitigen Abstimmungen in komplexen und instabilen Situationen zu bestehen.

Der Manager der Zukunft ist ein Interim Manager
Auch von den Managern wird zunehmend räumliche und zeitliche Flexibilität verlangt werden. Die Halbwertzeit von Managern wird – auch daran kann kein Zweifel bestehen – weiter sinken und damit wird die Bereitschaft der Unternehmen schwinden, neuen Führungskräften lange Einarbeitungszeiten zuzugestehen.

Interim Manager werden dank fester Gemeinkosten, hoher zeitlicher Flexibilität und großer Kompetenz bereits bei der Umgestaltung der Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen, sodass sich Interim Management längst als selbstverständliches Werkzeug für flexible Managementressourcen durchgesetzt haben wird. Sie sind nicht nur ideale Partner für die notwendige Reorganisation und Rationalisierung der Unternehmen von Morgen, sondern auch für den Aufbau ausländischer Spin-offs, denn in der Regel verfügen gestandene Interim Manager über Auslandserfahrungen, beherrschen die Landessprache und können sich vor allem in die Kultur des Ziellandes integrieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü