Interim Manager vs. Unternehmensberater

Provokativ auf den Punkt gebracht ließe sich sagen, dass der Interim Manager dort weitermacht, wo die klassische Unternehmensberatung aufhört. Ähnlich griffig ließe sich formulieren, dass der Interim Manager die Praxis und der Unternehmensberater die Theorie repräsentiert. Doch beides ist nur ein Teil der Wahrheit.

Richtig ist, dass die Unternehmensberatung – wie ja schon der Name deutlich macht – ihren Schwerpunkt in der beratenden Tätigkeit, der Analyse von Problemen und der Entwicklung von Lösungskonzepten sieht. Gute Unternehmensberater sind meist exzellente Analytiker. Ein Problem zu ergründen und fundierte Lösungsansätze zu entwickeln liegt ihnen gewissermaßen im Blut. Was fehlt, ist meist der praktische Bezug.

Theorie vs. Praxis

Auch der Interim Manager muss Probleme rasch erkennen und ein Konzept zu dessen Lösung erstellen. Doch während der Unternehmensberater seine Lösung auf Basis wissenschaftlicher Theorien erstellt, schöpft der Interim Manager aus seinem praktischen Erfahrungsschatz. Damit unterscheiden sich die Lösungsansätze zum Teil radikal.

Während die Konzeption des Unternehmensberaters im Kontext der zugrundeliegenden Wissenschaften formal die sinnvollste Lösung darstellt, ist das vom Interim Manager entwickelte Konzept direkt praktisch umsetzbar.

Nicht ohne Grund bleiben von Unternehmensberatern entwickelte Strategiepapiere oft in verschlossenen Schubladen liegen. Denn vielfach sind diese Konzepte nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten in die Praxis umzusetzen.

Interim Manager = Theorie + Praxis

Um an die weiter oben formulierte provokative Aussage anzuknüpfen, lässt sich festhalten, dass der Interim Manager sowohl den theoretischen wie auch den praktischen Bereich abdeckt. Er beginnt also, genau wie der Unternehmensberater auch, mit der Analyse eines Problems. Doch während die Tätigkeit des Beraters mit der Erstellung eines Strategiepapiers endet, beginnt die eigentliche Arbeit des Interim Managers mit der praktischen Umsetzung seiner Konzeption.

Dieser deutliche Bezug zur Praxis wird auch dadurch unterstrichen, dass der Interim Manager in der Regel Weisungsbefugnisse innerhalb des Unternehmens erhält, während die Tätigkeit des Unternehmensberaters typischerweise ohne direkten Eingriff in die Arbeitsabläufe und Arbeitsweisen des Unternehmens erfolgt.

Der entscheidende Unterschied zum Unternehmensberater besteht letztlich darin, dass der Interim Manager das von ihm entwickelte Konzept auch tatsächlich in die Praxis umsetzen kann.

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