Flexibilität statt fester Bindung

Wer ein Unternehmen leitet, der leidet. Fortschreitende Globalisierung, steigender Konkurrenzdruck, enger werdende Märkte und das über allem schwebende Gespenst der Kostenreduktion, sind nur einige der Elemente, die den Leidensdruck konstant halten. Ein Druck, der bei sinkenden Halbwertzeiten immer wieder zur Modifikation, Umgestaltung und Optimierung von Produkten, Dienstleistungen und internen Prozessen zwingt.

Wie also soll die zunehmende Last geschultert werden, ohne das wichtige Tagesgeschäft zu vernachlässigen?

Zeitarbeit ist auch keine Lösung
Typischerweise decken Unternehmen kurzfristig auftretenden Personalengpässe mittels Personalleasing ab. Doch dieses sonst so flexible und hilfreiche Werkzeug versagt, sobald Personal mit Führungserfahrung und Managerqualitäten gesucht wird.

Das ist natürlich umso tragischer, da ja eine Vielzahl der sich neu stellenden Managementaufgaben von vorneherein zeitlich begrenzt ist. Nicht alles lässt sich durch Auslagerung lösen und die Grenzen von Business Consultants oder Unternehmensberatern habe ich bereits an anderer Stelle aufgezeigt.

Recruiting – der klassische Weg
Wenn Zeitarbeit und Outsourcing als Optionen ausscheiden, bleibt im Grunde nur noch der klassische Weg durch Anwerbung zusätzlicher Führungskraft. Doch mit dem Recruiting beginnen neue, zum Teil schwerwiegende Probleme – beispielsweise, wenn der neue Manager kurzfristig zur Verfügung stehen muss.

In der Praxis werden sie um einen Headhunter kaum herumkommen und der muss potentiellen Kandidaten einen Wechsel erst einmal schmackhaft machen. Das heißt – für sie wird es teuer.

Inzwischen sind – selbst bei sehr optimistischer Schätzung – wenigstens 6 bis 8 Wochen vergangen. Mit etwas Glück steht ihnen die neue Führungskraft in weiteren 12 bis 14 Wochen zur Verfügung. Unterm Strich haben sie also eine Vorlaufzeit von wenigstens 4,5 bis 7 Monaten.

Für Projekte, die innerhalb von Tagen oder Wochen in Angriff genommen werden und vielleicht schon nach 6 Monaten abgeschlossen sein müssen, ist das ganz sicher keine praktikable Lösung. Und über die Kosten haben wir bisher noch gar nicht gesprochen (die werden wir uns im nächsten Kapitel etwas genauer ansehen).

Der Manager auf Zeit
Aus diesem Dilemma gibt es einen einfachen Ausweg: den Interim Manager. Noch ist das Konzept dahinter nicht allgemein bekannt, doch mit einem Manager auf Zeit können sie sehr kurzfristig Führungskompetenz mit passgenauer Qualifikation zu einem klar definierten Preis einkaufen.

Während sie beim klassischen Recruiting mindestens ein halbes Jahr nach einem geeigneten Kandidaten suchen und wenigstens weitere drei Monate auf ihn warten müssen, lässt sich ein passender Interim Manager innerhalb weniger Wochen finden. In den meisten Fällen ist ein geeigneter Manager auf Zeit sofort verfügbar und innerhalb von Tagen reisefertig. An die Stelle eines Arbeitsvertrages auf unbestimmte Zeit tritt ein zeitlich klar geregelter Dienstvertrag – ohne versteckte Kosten!.

Anstelle eines festen Gehalts (plus Arbeitgeberleistungen plus Sonderleistungen wie Firmenwagen, Reisespesen etc.) zahlen sie ihrem Interim Manager einen vorab vereinbarter Stunden- oder Tagessatz.

Mit Ende des Vertrages endet auch das Engagement ihres Interim Managers; ähnlich wie ein Zeitvertrag, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf.

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